Interviewportrait bei Albinfo

2020 veröffentlichte Albinfo.ch die wichtigsten Erkenntnisse meiner Bachelorarbeit «Deutsch–albanischer Spracherwerb und Folgeschwierigkeiten bei der Transition» und porträtierte mich kurz.

In meinem Abschlussjahr an der PH Zürich untersuchte ich die Frage, ob Kinder beim Übergang in den Kindergarten und die 1. Klasse besser unterstützt sind, wenn zuhause nur Albanisch gesprochen wird – oder wenn sie von Beginn an zweisprachig aufwachsen. Dafür interviewte ich vier Kinder und ihre Eltern – einmal vor und einmal nach der Einschulung.

Anfangs ging ich davon aus, dass ein ausschliesslich albanischer Spracherwerb ein Nachteil sei. Doch die Auswertung der Interviews – begleitet von der Sprachexpertin Ivana Chatton – zeigte etwas anderes:

Nicht die Anzahl der gesprochenen Sprachen entscheidet, sondern die Haltung von Familie, Schule und Umwelt gegenüber der Mehrsprachigkeit des Kindes.

Sowohl einsprachige als auch zweisprachige Kinder können einen guten oder schwierigen Übergang erleben – einerseits abhängig von der Schule im Allgemeinen und der Qualität des DaZ-Unterrichts im Besonderen, andererseits davon, wie zuhause über Sprache gesprochen wird und wie viel Unterstützung das Kind in seinem familiären Umfeld erhält.

🔗 Artikel lesen: Sprachentwicklung albanischsprachiger Kinder in der Schweiz
https://www.albinfo.ch/de/ein-spannender-beitrag-ueber-die-sprachentwicklung-der-albanischen-kinder-in-der-schweiz/

🔗 Podcast-Einblick in die Bachelorarbeit:
Anonymisierte, nicht gelistete Interviewreihe mit Schüler:innen und einer Expertin für Sprachförderung
https://www.youtube.com/watch?v=rSYnPle13Pg&feature=youtu.be