Gjuha shqipe në Zvicër – eine unsichtbare Sprache mitten in der Gesellschaft

Ich durfte am 25. Oktober 2024 mit der Sprachwissenschaftlerin Dr. Cristiana Lucchetti im Rahmen ihres Habilitationsprojekts ein Interview führen. Das Gespräch ist nun unter folgendem Titel erschienen:

„Gjuha shqipe në Zvicër – eine unsichtbare Sprache mitten in der Gesellschaft“
27. Januar 2026
Zitation: Lucchetti, Cristiana. 2024. Interview mit Dritëro Gjukaj. Zürich: Slavisches Seminar der Universität Zürich.

👉 https://www.slav.uzh.ch/de/forschung/sprachwissprojekte/Laufende-Qualifikationsarbeiten/Language-prestige-in-Switzerland.html

Im Gespräch stand ein Spannungsfeld im Zentrum, das ich als Primarlehrer, Lehrmittelautor für Albanisch als Erstsprache und Vater täglich wahrnehme: Albanisch ist gesellschaftlich präsent – und institutionell unzureichend verankert.

Es lebt in Familien, in der Musik, im Sport und in unseren Klassenzimmern. Doch dort, wo Bildungsstrukturen Verbindlichkeit und Anerkennung schaffen, bleibt seine strukturelle Einbindung lückenhaft.

Wir haben über Mehrsprachigkeit gesprochen. Und über ihre Hierarchien. Über Herkunftssprachen, die geduldet werden, aber selten strukturell mitgedacht. Über den HSK-Unterricht.  Und vor allem über eine Frage, die nicht nur eine Minderheit betrifft:

Was bedeutet Bildungsgerechtigkeit in einem Land, das mehrsprachig ist – aber nicht alle Sprachen gleichbehandelt?

Mehr dazu im vollständigen Interview.

Dritëro Gjukaj